Mittlerer Westen
von Wyoming nach Arizona über Utah nach Denver

Roadtrip Sanne & Dan

29.09.2018

In diesem Blogeintrag beschreibe ich (Dan) jetzt mal was alles, abseits von Franzi's Geburtstag, der Sanne und mir widerfahren ist…Nach einigen Klettertagen im Ten Sleep Canyon sind wir (hier noch: Franzi, Sanne, Dan, Piet) erstmal in den Yellowstone Nationalpark gefahren und haben uns dort die verschiedenen geothermalen Quellen (insbesondere Geysire und so genannte Schlammtöpfe) angeschaut. Die Landschaft über dem riesigen Magmabecken war wirklich einmalig und ist in Worten schwer zu beschreiben, daher sei an dieser Stelle auf die Bilder verwiesen.

Am 12.09. haben sich dann Sanne und ich auf die große Reise durch einige Nationalparks im mittleren Westen der USA begeben (siehe Karte). Unser erstes Ziel war das North Rim des Grand Canyon in Arizona. Somit hieß es erstmal eine 12 Stunden Autofahrt hinter sich zu bringen. Aufgrund des vergleichsweisen harmlosen Verkehrsaufkommens sind wir, leicht müde vom vielen Autofahren, aber wohlbehalten, am Zeltplatz angekommen und konnten uns am nächsten Tag einen Überblick über eine der eindrucksvollsten Schluchten der Erde verschaffen.

Am Nachmittag ging es dann auch schon weiter in Richtung meines persönlichen Favoriten: Der Zion National Park in Utah (der aufmerksame Leser merkt: wir haben ein striktes Zeitprogramm!). Alle, die schonmal im Zion waren, kennen sicherlich die berühmte „Angels Landing“ Wanderung. Diese war aber leider gesperrt, da es zwei Wochen vorher einen verletzungsfreien, aber größeren Felsausbruch (US-Zitat: „a truck-size boulder“) inklusive Hubschrauberrettung der Betroffenen gegeben hat. Also haben wir uns für die distanzmäßig anstrengendere Wanderung auf den „Observation Point“ entschieden und sind dort mit einer traumhaften Aussicht in den Zion Canyon belohnt worden. Aufgrund der enormen Hitze war dann klar, dass am zweiten Tag definitiv irgendwas mit Wasser gemacht werden muss und so fiel die Entscheidung dann auf die so genannten „Narrows“. Dabei handelt es sich um eine enge Felsschlucht, welche vom Virgin River durchzogen wird. Das Ganze ist begehbar, aber man ist die meiste Zeit ca. kniehoch im Wasser, was uns aber bei ca. 34 – 36 °C wirklich gutgetan hat. Abends gab es dann zur Belohnung ein paar Craftbiere aus Utah (Mormonen trinken eigentlich kein Bier! Es hat aber trotzdem erstaunlich gut geschmeckt), bevor es dann am nächsten Tag nach einem Kurzaufenthalt im Bryce Canyon in Richtung Monument Valley ging.

Das Valley ist ja durchaus bekannt, insbesondere bei allen Kino-Fans aus diversen John Ford Western, Klassikern wie „Easy Rider“ oder auch moderneren Streifen wie „Forrest Gump“ oder „Transformers“. Hier ist noch anzumerken, dass wir uns offiziell auf Indianer-Land befunden haben, daher war leider unser Nationalpark-Jahrespass hier nicht gültig. Die ca. zweistündige Fahrt durch die Dust Road im Valley hat aber auf jeden Fall die 20$ Eintritt wieder gut gemacht und war ein bleibendes Erlebnis.

Der letzte Stop in den Wüstenlandschaften Utahs war dann die Stadt Moab und die beiden angrenzenden Nationalparks „Canyonlands“ und „Arches“. Zu diesem Zeitpunkt unserer Reise waren wir allerdings schon etwas gesättigt von roten Felsen und Sand… daher wurde der gemeinsame Beschluss gefasst, den Canyonlands Park einfach mal weg zu lassen und lieber früher Richtung Denver zu fahren. Um die Fahrerei mit dem Auto etwas zu entzerren, haben wir uns eine Übernachtung in Eagle in Colorado gegönnt. Passenderweise war in dieser Ecke auch schon Indian Summer und somit erstrahlten die uns umgebenden Wälder recht farbenfroh. Auf dem Zeltplatz nahe der Interstate 70 war es nachts nicht nur laut, sondern wir wurden auch mehrfach von einem Waschbären besucht, was uns unglaublich gut gefallen hat. Der neugierige Kerl hat sogar ein Foto von sich machen lassen. Von unseren Snacks gabs aber trotzdem nix.

Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Denver, da wir auch noch ein bisschen Stadtluft abbekommen wollten. Doch zunächst haben wir unseren Geldbeuteln erheblichen Schaden zugefügt, indem wir in das größte Klamottenoutlet Colorados gefahren sind und dort erstmal ordentlich preiswert shoppen waren. Danach ging’s direkt zum Hotel nach Denver. Nach gut 2,5 Monaten im Zelt schlafen war so ein richtiges Bett mit Decke wirklich ein wahrer Luxus für mich. Tja, was soll man zu amerikanischen Großstädten schreiben… ich für meinen Teil fand es interessant anzuschauen, aber ich glaube jede mittelgroße europäische (oder auch asiatische) Stadt hat einfach mehr Historie und damit in dieser Sicht mehr zu bieten. Glücklicherweise haben wir uns vorher schon Karten für „Propagandhi“ (kanadische Punkband) im Oriental Theater zu Denver gesichert und haben ein richtig geiles Konzert (Vorband: Iron Chic!) genießen dürfen.

Letzte Station vor Sannes Rückreise war dann nochmal Boulder, da es bei Ihrer Ankunft quasi sofort nach Wyoming ging. Dort haben wir unseren Trip mit einer kleinen Wanderung zu den Royal Arches und einem exzellenten Abendessen beendet. Nach der Verabschiedung am Flughafen ging es dann für mich wieder nach Wyoming zu Franzi und Peter, um mich wieder dem Klettern zu widmen…(Fortsetzung folgt).

Kommentare

Flo R. — 10.10.2018

Dan! Was um Gottes Willen wächst denn da in deinem Gesicht?? Die Nationalparks sind stört schön. Tolle Bilder. Bis die Tage.

Mum — 10.10.2018

Freue mich weil ich Dich und Sanne ein Stück weit auf Euren gemeinsamen Erlebnissen begleiten konnte. Die Tour wieder ein Abenteuer und Superfotos ! Thanks dafür!

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